Selbstverständnis

Support your local Dorfantifa
Die gesellschaftlichen Voraussetzungen für antifaschistisches Engagement waren schon mal besser, erst Recht auf dem Dorf. Während in den Städten immerhin Wohlfühl-Inseln, Subkulturen und eine mehr oder weniger (attr-)aktive Polit-Szene existieren, regiert bei uns auf dem platten Land vor allem eins: Xenophobie, Deutschtümelei, Langeweile und der Hass auf alles Andersartige. Rassistische Mobilisierungen wie die der Sufftruppe „Bürgerbewegung Merseburg-West“ oder der Wanderzirkus von „Gesicht zeigen gegen Asylmissbrauch“, Übergriffe auf Migrant*innen und Linke sowie neonazistische Propaganda an Häuserwänden und Laternenpfählen sind eher die Regel als die Ausnahme. Da überrascht es wenig, dass bei einem solchen gesellschaftlichen Klima die AfD in vielen Landkreisen im Süden Sachsen-Anhalts die meisten Stimmen holte.

The kids are united 
Sehr wohl registrierten wir in den vergangen Monaten aber auch begrüßenswerte Aktivitäten an Orten, an denen wir sie nicht vermutet hätten. Hier abgerissene AfD-Plakate, dort Graffitis und Aufkleber mit antifaschistischen Inhalten, und schließlich auch Blockade-Versuche von Neonazi-Aufmärschen. Daran wollen wir anknüpfen und klarstellen, dass es mit uns keinen Frieden mit den ekelhaften Zuständen im Süden Sachsen-Anhalts geben wird.
Wir wollen uns gegenseitig unterstützen und den kids im Süden Sachsen-Anhalts die Botschaft vermitteln: Wenn ihr etwas anderes sucht als Freiwillige Feuerwehr, Dorfdisko und Hetze, dann seid euch bewusst: Ihr seid nicht alleine. Und wenn ihr „besorgte Bürger“, Neonazis, Rassismus und „ich hab nichts gegen, aber…“ genauso leid seid wie wir, dann kommt zu uns. Wir setzen uns ebenso herzlich wie entschlossen für ein freies Leben und gegen Neonazis, Stammtischrassisten und andere deutsche Zustände ein. Dabei erklären wir uns ausdrücklich solidarisch mit allen Personen und Aktionsformen, die dem rechten Wahnsinn etwas entgegen setzen. Nicht für das bessere Image der Kleinstadt, sondern für ein besseres Leben für alle.

Für mehr Disteln im Beton – auf dass die Provinz zu leben beginnt.
Antifa in die Offensive!