Eine Aktivistin unserer Gruppe gab dem Transit Magazin ein Interview. Hier kommt ihr zum Artikel ->
Monat: März 2018
Aktionsbericht zum Protest gegen die AfD-Versammlung vom 16. 03. 2018 in Vitzenburg (OT Querfurt)
Am. 16.03. 2018 beteiligten sich Mitglieder*innen unserer Gruppe am Protest gegen das „kommunalpolitische Bürgerforum“ der AfD in Vitzenburg (Ortsteil von Querfurt), initiiert wurde diese rechte Ansammlung vom AfD-Kreisvorstand sowie Landtagsabgeordneten der AfD Hans-Thomas Tillschneider.
Ursprünglich sollte die AfD-Veranstaltung im Hotel „Querfurter Hof“ stattfinden, nach angeblichen Gewaltandrohungen gegen den Wirt, die mittlerweile vom Wirt selbst dementiert wurden [1], somit also nie existierten, wurde die Veranstaltung in den Querfurter Ortsteil Vitzenburg verlegt. Im Hotel „Zum Schweizerhaus“ versammelten sich in etwa 40 AfD-Anhänger*innen, dagegen circa 20 Personen. [2] Auf Seiten der AfD-Anhänger*innen fand man ein Sammelsurium des rechten Spektrums vor, besorgte Wutbürger*innen und AfD-Kader waren vorzufinden. Weiterhin auch Neo-Nazis, ein Beispiel dafür wäre das ehemalige (?) NPD-Mitglied und Reichsbürger [3] Ronald Pieper aus dem Umland der Lutherstadt Eisleben.
Die AfD darf auch im hinterletzten Ort niemals ungestört ihre Propagandaveranstaltungen abhalten. Trotz der widrigen Wetterbedingungen und Abgeschiedenheit des Veranstaltungsortes fand ein Gegenprotest statt!
Quellen:
[1] MZ-Zeitungsartikel zu den Vorwürfen
Demonstrationsbericht „Wie wär’s mit Solidarität? – Der rechte Mob tobt – Alle schauen weg“ am 03.03.2018 in Merseburg
MZ-Artikel zum 03.03.2018 in Merseburg
Aufruf zur Demonstration „Wie wär’s mit Solidarität? Der rechte Mob tobt -Alle schauen weg“ am 03.03.2018 in Merseburg
Demonstration unter dem Motto „Wie wär’s mit Solidarität? Der rechte Mob tobt -Alle schauen weg“
Merseburg again… Unteranderem in vergangener Zeit bekannt für seine rechten Umtriebe, in Form von Demonstrationen, Übergriffen auf Migrant*Innen, Kundgebungen und Stimmungsmache bleibt es auch 2018 nicht ruhig. War in verganger Zeit noch der Stadtteil „Merseburg-West“ über mehrere Monate ein Schwerpunkt rechter Aktivitäten, als sich ein Mob bestehend aus Neo-Nazis und „besorgten Bürger*Innen“ gegen eine vorläufige Unterkunft für geflüchtete Menschen bildete, scheint sich nun ähnliches Geschehen im nördlichen Teil der Stadt anzubahnen.
Seit kurzer Zeit besteht eine sogenannte „Bürgerinitiative Brennpunkt Merseburg“, welche über Facebook gegen eine angebliche „Umvolkung“ in Merseburg-Nord mobil macht und vor einem „zwangsläufigen Genozid“ an den Rentner*Innen im genannten Viertel warnt. Ebenfalls mobil macht der rechte Anstifter Sven Liebich aus Halle (Saale), welcher ein ehemaliges führendes Mitglied des verbotenen rechtsradikalen Netzwerkes „Blood and Honour“ ist und tagtäglich manipulative und hetzerische Beiträge per Social Media streut. Mit Hetze und bewusster Manipulation wird für den kommenden Samstag zu einer Demonstration im Merseburger Norden aufgerufen.
Hintergrund dessen ist eine Anmietung von Mietwohnungen, wo allem Anschein nach, geflüchtete Menschen untergebracht werden sollen, dort hinein projiziert wird eine „massive Einquartierung“ zudem ein „Genozid und Vertreibung“ der dortigen Bevölkerung, insbesondere der Rentner*Innen.
Das alles darf nicht unwidersprochen stehen bleiben!
Am Samstag werden wir eine Demonstration gegen diese Stimmungsmache durchführen, wobei über die realen Gegebenheiten informiert und der Diskurs dem Mob nicht unwidersprochen überlassen wird! Ein Szenario wie in Merseburg-West darf sich nicht wiederholen, wo vom lokalen rechten Mob ein Klima der Einschüchterung, der Hetze und Gewalt gegenüber geflüchteten Menschen gebildet wurde!
Am 03.03.18, 14:00, Bahnhof Merseburg
Gegen rechte Brandstifter*Innen und rassistische Ideologie!