Im Gedenken an Matthias Lüders – Opfer rechtsradikaler Gewalt

Am 24.04.1993 griffen 40-50 Nazis die Diskothek „Sonnenschein“ (Obhausen) an,  welcher unter lokalen Faschist*innen als „links“ verschrien war.
Vermummt und bewaffnet mit Schlagwaffen sowie Schreckschusspistolen attackierten sie Besucher*innen; dabei wird ebenfalls die Inneneinrichtung der Diskothek „Sonnenschein“ komplett zerlegt.
Matthias Lüders ist an diesem Abend ebenfalls mit Freund*innen anwesend. Er und einer seiner Freunde schaffen es nicht mehr rechtzeitig aus der Diskothek.
Sein Freund erleidet eine Platzwunde am Kopf, mindestens weitere sieben Gäste erleiden erhebliche Wunden im Kopfbereich; Matthias Lüders wird so von den Faschist*innen traktiert, sodass er einen Schädelbasis-Bruch und Quetschungen erleidet, an diesen Verletzungen verstirbt er zweieinhalb Tagen nach der Attacke in einem Hallenser Krankenhaus.

Bis heute wurde nicht ermittelt, wer für diesen Mord an Matthias Lüders verantwortlich ist, lediglich einer der Angreifer wurde mit einer Haftstrafe verurteilt, aufgrund einer Körperverletzung mit Todesfolge, jedoch gelang es dem Gericht nicht, ihm den Mord an Matthias Lüders nachzuweisen. Ein paar weitere der Faschist*innen wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt mit dem Tatbestand des Landfriedensbruch.
Die Betroffenen dieses faschistischen Angriffes berichten zudem von einer miserablen Polizeiarbeit; weiterhin wurde von Zeugen beobachtet, wie sich bezüglich der zu treffenden Aussagen untereinander abgesprochen wurde.

Kein Opfer rechtsradikaler Gewalt darf vergessen werden…im Gedenken an Matthias Lüders (gestorben am 27.04.1993)

Quelle: www.rechte-gewalt-sachsen-anhalt.de/todeso…/matthias-lueders

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